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Keller – ja oder nein?

Nutzungsmöglichkeiten

Ein geräumiger Keller bietet zusätzlichen Raum und das nicht nur für Heizung, Waschmaschine und Gerümpel. Ein Keller kann äußerst vielseitig sein und neben Technik-, Hauswirtschafts- und Stauraum z.B. auch den Hobby- und Fitnessraum, die Sauna und den Wellnessbereich mit Whirlpool und Solarium, das Gäste-, Arbeits- und Spielzimmer und den Partyraum beherbergen. Sie sehen, die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Mehr Platz für die individuelle Entfaltung bedeutet auch mehr Lebensqualität.

Was spricht für, was gegen den Keller

Pro

  • Mehr Platz, ohne Grundstücksfläche zu "verbrauchen". (Auf den nachträglichen Bau von Schuppen und Gartenhäusern als Stauraumersatz kann verzichtet werden.)
  • Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten
  • Wertsteigerung des Gebäudes
  • Was man hat, braucht man eventuell später (nachträglicher Bau nicht möglich)

Contra

  • Höhere Baukosten
  • Platz für Kellertreppe geht im EG "verloren"
  • Nutzung ist nicht barrierefrei
  • Mehr Reinigungsaufwand
  • Gefahr von Feuchtigkeit oder Einbruch

Das ist beim Bau zu beachten

Schwarze oder weiße Wanne

Die Wände eines Kellers werden entweder gemauert oder aus Beton gegossen. Um Konstruktion und Innenräume vor Feuchtigkeit zu schützen, werden gemauerte Keller mit Bitumen abgedichtet. Die bituminöse Abdichtung bezeichnet man auch als "Schwarze Wanne". Betonkeller werden mittels wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) hergestellt und können auf eine bituminöse Abdichtung verzichten. Die Ausbildung eines Kellers aus WU-Beton wird als "Weiße Wanne" bezeichnet und hält sogar drückendem Grundwasser stand.

Welche Maßnahme für Ihren Keller die Geeignete ist, sollte in jedem Fall ein Fachmann entscheiden und umsetzen. Eine professionelle Ausführung ist die Grundvoraussetzung für einen trockenen Keller und ein angenehmes Raumklima. So lassen sich spätere Feuchtigkeitsschäden wegen fehlerhafter Gründung, Abdichtung oder falsch eingeschätzter Grundwasserverhältnisse vermeiden.

Keller – ja oder nein?

Keller aus Kalksandsteinen
Bild: Henkel Ceresit

Stichwort Wärmedämmung

Darüber hinaus sollten Keller und Bodenplatte ausreichend gedämmt werden, um bei einer wohnlichen Nutzung den Einsatz von Heizenergie zu minimieren. Eine nachträgliche Dämmung von innen ist bauphysikalisch ungünstig und vermindert zudem die nutzbare Fläche und vor allem die Raumhöhe.

Moderne Dämmsysteme für den erdberührten Bereich bieten geeignete, dauerhafte Lösungen – egal ob unter der Bodenplatte oder an der Außenseite von Kellerwänden. In Verbindung mit vorgefertigten Lichtschächten und hochwertigen Kellerfenstern stehen bauphysikalisch durchdachte und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zur Verfügung.

Baukosten

Eine konkrete Summe kann hier nicht genannt werden, da die Kosten eines Kellers je nach geplanter Nutzung und örtlicher Gegebenheit variieren. Fakt ist aber, dass die Kosten für einen Keller nicht unerheblich sind. Um sie realistisch bewerten zu können, sollte man berücksichtigen, dass Hauswirtschafts-, Technik- und Abstellräume bei Verzicht auf einen Keller anderweitig eingeplant werden müssen und ggf. auch zu Lasten der Freifläche gehen. Darüber hinaus müssen Fundamente und eine wärmegedämmte Bodenplatte in jedem Fall finanziert werden.

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